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24. Januar 2011

Bürger für Sparkurs statt Steuersenkungen

Eine Mehrheit hält einen Sparhaushalt für wichtiger als Steuersenkungen. Die meisten Bundesbürger sind auch der Meinung, dass Deutschland nicht mehr Geld als bisher für den Euro-Rettungsschirm bereitstellen sollte.

KÖLN — Die schwarz-gelbe Bundesregierung ist nach Ansicht der übergroßen Mehrheit der Deutschen mittelmäßig bis schlecht ins neue Jahr gestartet. Doch nur 34 Prozent der Bürger halten die Opposition von SPD und Grünen für die derzeit bessere Regierungsalternative. Dies ergab eine aktuelle, repräsentative OmniQuest-Umfrage im Auftrag des „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Von 1000 telefonisch befragten Personen bescheinigen demnach lediglich 7,2 Prozent der Bundesregierung einen „guten“ Start ins Jahr. 44,9 Prozent vergaben das Urteil „mittelmäßig“, 36,1 Prozent sogar die Note „schlecht“. Angesprochen auf die aktuelle finanzpolitische Diskussion in Deutschland erklärte die knappe Mehrheit (56,7 Prozent), dass sie einen Sparhaushalt für wichtiger als Steuersenkungen hält. In Nordrhein-Westfalen halten sogar 61,5 Prozent der Befragten einen Sparkurs für angeratener als Steuersenkungen.

Kauder gegen Steuersenkungen

Dieser Einschätzung scheint die Bundesregierung Rechnung tragen zu wollen. Volker Kauder, Fraktionsvorsitzender der CDU im Bundestag sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Ich rate dazu, das Thema Steuersenkungen für das gesamte Jahr 2011 von der aktuellen Tagesordnung zu nehmen.“ Die Koalition habe vereinbart, die Lage 2012 anzuschauen und danach zu entscheiden, welche Spielräume es gebe. „Dabei sollte es bleiben.“

Eine klare Mehrheit (76,6 Prozent) ist der Meinung, dass Deutschland nicht mehr Geld als bisher für den Euro-Rettungsschirm bereitstellen sollte. Und 53,7 Prozent der Befragtem finden, dass Angela Merkel die deutschen Interessen in Europa richtig vertritt. 80,9 Prozent wünschen sich aber von ihr künftig innerhalb der Regierungskoalition von CDU, CSU und FDP „klare Entscheidungen“. Nur 13,9 Prozent sehen die Kanzlerin dort in einer moderierenden Rolle.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger, 24.01.2011

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